AK Rehabilitation

Wissenschaftliche Publikationen zur Rehabilitation von Patienten mit M. Parkinson und Dystonie sowie die Erfahrungen mit Tiefer Hirnstimulation zeigen, dass bei einer hohen Variabilität klinischer Verläufe Patienten auf unterschiedliche Weise von rehabilitativer Behandlung profitieren können. Dabei konnte in den letzten Jahren für einige therapeutische Verfahren in kontrollierten Studien die differentielle Wirksamkeit spezifischer Interventionen ergänzend zur medikamentösen Therapie dargestellt werden. Die Tiefe Hirnstimulation ergänzt das bekannte Repertoire und stellt neue Anforderungen an die Rehabilitationseinrichtungen.

Klinische Erfahrung und wissenschaftliche Evidenz sind die Grundlage für spezifische Behandlungskonzepte, um gemeinsam mit den Patienten und deren Angehörigen Rehabilitationsziele zu formulieren und ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität und Selbständigkeit zu erreichen. Neben den etablierten klinischen Skalen bietet dabei die internationale Klassifikation der Funktionen Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO ein Werkzeug, die Dimensionen der Erkrankung standardisiert und operationalisiert in den Ebenen Körperstruktur (z.B. UPDRS) und Lebensqualität (z.B. SF36, EQ5D), Partizipation zu erfassen.